Für Mitarbeitende

Arztbesuch-Vorbereitung

Menschen mit Kommunikationseinschränkungen fällt es beim Arzt oft schwer, Beschwerden zu schildern. Die Arztbesuch-Vorbereitung hilft, gemeinsam im Vorfeld festzuhalten, wo es wehtut, wie stark und seit wann. Daraus entsteht ein übersichtliches Dokument, das zur Untersuchung mitgenommen werden kann.

Beschwerden mit der Körperkarte erfassen

Über eine Körperkarte markieren Sie gemeinsam mit der Person die betroffene Stelle — etwa Kopf, Bauch oder Bein. So lässt sich der Ort der Beschwerden auch ohne Worte eindeutig zeigen. Das schafft eine gemeinsame Grundlage für das Gespräch.

  1. 1Wählen Sie die betreffende Klientin oder den betreffenden Klienten aus.
  2. 2Markieren Sie auf der Körperkarte die schmerzende Stelle.
  3. 3Geben Sie die Schmerzstärke auf einer verständlichen Skala an.
  4. 4Beschreiben Sie die Symptome und seit wann sie bestehen.
  5. 5Erzeugen Sie das Dokument zum Mitnehmen.

Stärke, Symptome und Verlauf

Zusätzlich zur Stelle halten Sie die Schmerzstärke, die Art der Symptome und den zeitlichen Verlauf fest. Diese Angaben helfen der Ärztin oder dem Arzt, die Situation schneller einzuordnen. Je genauer die Vorbereitung, desto zielgerichteter das Gespräch vor Ort.

Tipps
  • Bereiten Sie den Arztbesuch gemeinsam mit der Person vor — das stärkt Selbstbestimmung und Genauigkeit.

Das Dokument zum Mitnehmen

Aus den Angaben entsteht ein übersichtliches Dokument, das die Beschwerden zusammenfasst. Es kann ausgedruckt oder digital zur Untersuchung mitgenommen werden und dient als Gesprächsgrundlage. So gehen wichtige Informationen im Wartezimmer nicht verloren.

Häufig gestellte Fragen

Ersetzt das Dokument die ärztliche Untersuchung?

Nein. Es dient ausschließlich der Vorbereitung und als Gesprächsgrundlage. Die Beurteilung und Behandlung bleibt vollständig Aufgabe der Ärztin oder des Arztes.